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Musik ist reiner Geist

Das Grußwort der Senatorin für Kultur Professor Dr. Karin v. Welck zur Saison 10|11.

Musik ist reiner Geist. Und Musik zu machen, sie zu einem Erlebnis werden zu lassen, hat ganz grundsätzlich etwas mit einer besonderen geistigen Haltung zu tun. Es ist ein schöner Gedanke, dass in der Musikstadt Hamburg die Musik ein elementares Moment ist, welches alle Bereiche menschlichen Lebens durchdringt. Um die Relevanz der Musik sowohl für das kulturelle als auch das gesellschaftliche Leben deutlich zu machen, haben sich die Hamburger Symphoniker in der kommenden Saison einer Programmatik verschrieben, die anspruchsvoll und aufmerksam auch auf kommende Ereignisse in unserer Stadt hinweisen möchte.

Die Auszeichnung Hamburgs als europäische Umwelthauptstadt nehmen die Hamburger Symphoniker und ihr Chefdirigent Maestro Jeffrey Tate beispielsweise als Anlass, die neue Spielzeit mit Messiaens einzigartigem und monumentalem Werk Des Canyons aux Étoiles zu eröffnen, einem Stück, welches das Aufeinandertreffen von Natur und Zivilisation zum Thema hat.

Nach seiner viel bejubelten Antrittssaison ist Maestro Tate nun in der Hansestadt "angekommen" und lädt das Hamburger Publikum auch in der nächsten Spielzeit wieder ein, mit ihm berührende, inspirierende und anregende Stunden im Großen Saal der Laeiszhalle zu verbringen.

Ein ganz besonderer Höhepunkt im kommenden Jahr ist der Start einer neuen Konzertreihe, die die großen Musikstädte der Welt porträtieren wird. Den Auftakt macht ein Konzert, welches der Musikmetropole Jerusalem gewidmet ist, die seit Jahrhunderten wie keine andere Stadt Sehnsuchtsmoment und Mittelpunkt einer geistigen, sowohl literarischen als auch musikalischen Auseinandersetzung ist.

Allen Besuchern der Konzerte der Hamburger Symphoniker wünsche ich eine bewegende, spannende und abwechslungsreiche Saison 2010/2011.

Prof. Dr. Karin v. Welck, Kultursenatorin