Über fünfzehn Jahre lang war Theo Loevendie hauptberuflich als Jazzmusiker tätig. Heute ist er einer der international herausragenden Komponisten der Niederlande. Er erhielt mehrere große Preise und war Gast bei den bekanntesten Festivals für Neue Musik. International vielbeachtet ist seine Musik zu dem Märchen
Die Nachtigall, das 2008 mit einer neuen Textfassung von Kees van Kooten bei De Bezige Bej veröffentlicht wurde. Von Anfang an entwickelte er einen direkt wiedererkennbaren, höchst eigenen Stil, in dem Neue Musik, Einflüsse aus Jazz und der freien Improvisation, außereuropäische Musik und Stilzitate eine dynamische Synthese eingehen. Diese Vision verwirklicht Loevendie in den letzten Jahren vor allem mit seinem Ensemble Ziggurat mit einer gemischten Besetzung aus westlichen und exotischen Instrumenten.
"Ich glaube, meine Vorliebe für Ostinati bildet eine Parallele zu meinen Interessen für Teppiche. Mit Morton Feldman habe ich darüber gesprochen, das war wirklich eine Entdeckung für mich. Genau wie ich hatte er eine Vorliebe für türkische Teppiche, obwohl die persischen eigentlich noch raffinierter sind, aber - und so geht es mir manchmal auch in der Musik - vielleicht kann es auch ein Zuviel an Verfeinerung geben. (...) Das ist es, was ihn und mich so an handgewebten Teppichen fasziniert: die Unregelmäßigkeiten, die durch Handarbeit enstehen..." Theo Loevendie