
Suzhou Pingtan ist ein Name, in dem Wörter für das Erzählen von Geschichten (Ping hua) und das Singen von Balladen im Dialekt von Suzhou (Tan ci) zusammengeflossen sind. Die Form erfreut sich bis heute großer Beliebtheit in den ostchinesischen Provinzen mit ihrer Metropole Shanghai.
Die Kunstform hat eine lange Geschichte. Entstanden aus der Tradition des mündlichen Erzählens und weiterentwickelt im Kontext der Verbreitung buddhistischer Lehren wurde das Pingtan im Suzhou-Dialekt in der Qing-Dynastie (Kaiser Qianlong, 1739-1796) zur Musiksprache des Theaters und erreichte damit seinen ersten künstlerischen Gipfel. Seither erfuhr die Kunstform in über zweihundert Jahren zahlreiche Verfeinerungen, die sie bis heute populär bleiben ließ.
Suzhou Pingtan kann als Solo-Form, als Duett oder Trio aufgeführt werden und bietet eine Kombination von Gesang und Erzählung. Während ein dreisaitiges Zupfinstrument und die sogenannte 'Pipa' als Begleitinstrumente fungieren, produziert der 'Ban', eine Art hölzernes Klöppel- oder Glockenspiel, der Melodie vergleichbare Tonfolgen. [Sarah Weintritt]