Adrian Geiges ist ein Filmemacher und Autor, dessen Bücher in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Er lebt in Hamburg.
Geboren am 3. September 1960 in Basel, Schweiz, wuchs er in Staufen im Breisgau, Deutschland, auf. Mit zwölf las er die Mao-Bibel, dann schloss er sich der Moskau treuen Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) an und der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ). Die Partei entsandte ihn ein Jahr lang auf eine geheime Kaderschmiede in der DDR. Er studierte Publizistik, Geschichte und Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, schloß eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann beim Schallplattenverlag Pläne ab und ein Volontariat bei der Tageszeitung
Westfälische Nachrichten. Dann gehörte er mehrere Jahre zu den 'Berufsrevolutionären', den hauptamtlichen Kadern der westdeutschen Kommunisten. Als Reporter des parteinahen Jugendmagazins
Elan bereiste er die Sowjetunion, China, Kuba, Vietnam, Nicaragua und andere Länder. Seit Beginn von Michail Gorbatschows Reformpolitik gehörte Geiges zu den Erneuerern in der DKP und wurde dafür von den Hardlinern scharf attackiert. Ende der 80er Jahre sagte er sich vom Kommunismus los.
Nach einem Russisch-Studium am Institut für russische Sprache der Ruhr-Universität Bochum zog er 1990 in die Sowjetunion, wo er zunächst als Lektor beim Progress-Verlag arbeitete, dem damals größten Verlag der Erde. Geiges war in Moskau als freier Producer für den ARD-Korrespondenten Gerd Ruge tätig und wurde dann Russland-Reporter des RTL-Magazins
Explosiv. Ab 1995 gehörte er zur Redaktion von Spiegel TV und drehte für die Sendung Magazinbeiträge und Dokumentarfilme in Russland, China, den USA und anderswo. Er interviewte den russischen Präsidenten Jelzin, ging mit dem extremen Präsidentschaftskandidaten Schirinowski in die Sauna und begleitete den Präsidentschaftskandidaten General Lebed, bevor dieser bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam. Als Kriegsreporter berichtete Geiges aus Tschetschenien und Jugoslawien. Für jeweils mehr als ein Jahr lebte er in Hongkong und in New York. Er studierte Chinesisch an der New Asia University.
Ab dem Jahr 2000 baute er als Geschäftsführer das chinesische Unternehmen von Gruner + Jahr auf, der Zeitschriftendivision innerhalb des Bertelsmann-Konzerns. Er gründete in China die Zeitschriften Parents, Fitness und Inc. Vorher hatte er schon die Zeitschrift Car & Motor, die vorher in chinesischer Sprache aus Paris produziert wurde, nach China überführt. Unter seiner Führung wuchs G+J in Shanghai und Peking vom Ein-Mann-Büro zur Firma mit 88 Mitarbeitern. 2003 verließ er den Konzern wegen Meinungsverschiedenheiten über die China-Strategie. Von 2004 bis 2008 war er Asien-Korrespondent des
stern mit Sitz in Peking. Er berichtete unter anderem über die Olympischen Spiele, das Erdbeben in Sichuan und den Tsunami in Südostasien.
Die offizielle Internet-Seite von Adrian Geiges: adriangeiges.com
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