Aaron Copland war Sohn polnisch-litauischer Emigranten. Ausgebildet in New York und Paris, verband er das musikalische Erbe der Alten Welt mit den speziellen Musikformen seiner Heimat. Viele seiner Werke sind von den Liedern und Tänzen und dem Leben der amerikanischen Siedler und Cowboys inspiriert, ganz besonders die Ballette
Billy the Kid (1938) und
Rodeo (1942). Dabei ist
Rodeo, das einige unzusammenhängende Ereignisse eines Sommertages beschreibt, längst zu einer Art amerikanischem National-Ballett geworden. Für den Konzertsaal stellte Copland vier Tanz-Episoden zu einer Suite zusammen. Die letzte Nummer,
Hoe-Down, ist das bekannteste Stück daraus. Seine mitreißenden Rhythmen und ausgelassenen Melodien beschwören echte Wildwest-Romantik herauf.
[Dr. Wolfgang Doebel]